Die Zeit rund um Schwangerschaft und Geburt ist für ein Baby eine große körperliche und nervliche Anpassungsleistung. Manche Kinder kommen mit Spannungen zur Welt oder haben Schwierigkeiten sich gut zu regulieren. In meiner Praxis begleite ich Babys mit sanfter Craniosacraler Arbeit und unterstütze sie dabei im eigenen Körper anzukommen und Entlastung zu finden.
Eine Craniosacrale Behandlung kann unter anderem sinnvoll und unterstützend sein bei:
Still- und Saugproblemen
Wenn Babys den Mund nicht gut öffnen, den Kopf nur zu einer Seite drehen oder sehr fest zubeißen, kann das Stillen erschwert sein. Mit feinen Impulsen im Kopf-, Kiefer- und Nackenbereich kann ich Spannungen wahrnehmen und dem Gewebe Raum geben, wieder beweglicher zu werden.
Koliken und Verdauungsbeschwerden
Langes Weinen, Blähungen oder Unruhe belasten sowohl das Baby als auch die Eltern. Die Craniosacrale Arbeit unterstützt die Regulation des Nervensystems und kann sich positiv auf Atmung und Verdauung auswirken. Viele Babys finden dadurch leichter in Entspannung und Schlaf.
Nach einer komplizierten bzw. schwierigen Geburt
Sehr lange oder sehr schnelle Geburten, Kaiserschnitt, Saugglocke oder eine ungünstige Lage im Mutterleib können für den kleinen Körper anstrengend sein. In der Behandlung unterstütze ich das Baby dabei Spannungen zu verarbeiten und sich neu zu organisieren.
Schiefhals (Torticollis) oder bevorzugte Kopfseite
Wenn ein Baby den Kopf dauerhaft zu einer Seite neigt oder dreht, kann dies die Beweglichkeit und das Stillen beeinflussen. Frühzeitig begleitet, lassen sich muskuläre Spannungen oft gut regulieren und die Bewegungsfreiheit verbessern.
Anhaltende Unruhe oder Reizbarkeit
Manche Babys wirken dauerhaft angespannt, schlafen wenig oder lassen sich schwer beruhigen. Craniosacrale Arbeit kann helfen das Nervensystem zu entlasten und innere Spannungszustände zu lösen.
Die Behandlung ist sehr sanft, schmerzfrei und orientiert sich immer am Tempo des Kindes. Ich arbeite mit sanften Berührungen und viel Aufmerksamkeit für die Signale des Babys. Ziel ist nicht etwas zu „korrigieren“, sondern dem Körper Raum zu geben um eigene Regulationsprozesse zu finden.
In manchen Fällen kann es nach einer Behandlung vorübergehend zu einer Erstreaktion (Verstärkung des Ungleichgewichts) kommen. Das Baby kann für kurze Zeit unruhiger sein, mehr weinen oder vermehrt Stuhlgang haben. Diese Reaktionen sind in der Regel Ausdruck davon, dass sich Spannungen im Nervensystem lösen und neue Anpassung stattfinden. Sie klingen meist innerhalb kurzer Zeit wieder ab.
Viele Babys werden während oder nach der Behandlung ruhig, entspannt oder schlafen ein. Eltern sind immer anwesend und begleiten ihr Kind während der Sitzung.
Die Craniosacrale Arbeit ersetzt keine medizinische Abklärung, kann jedoch eine wertvolle ergänzende Unterstützung sein - besonders direkt nach der Geburt und in den ersten Lebensmonaten.
Da sich die Behandlungsdauer immer nach dem Baby richtet, gebe ich hier bewusst keine Minutenangabe bzw. Preis an. Grundsätzlich hat sich eine Behandlungsdauer von 20-40 Min. jedoch als hilfreich erwiesen.
Bei Bedarf bitte einfach in Kontakt treten und gemeinsam können wir entscheiden was es individuell braucht.