And you?
When will you begin that long journey into yourself?
~ Rumi⠀

Rituale sind tiefgehend, bewegend, spirituell und zutiefst menschlich. Seit je her begleiten sie Menschen in Zeiten des Übergangs, des Wandelns und der Neuorientierung. Sie dienen als Schwellen - zwischen dem was war und dem was werden will. 
Rituale können helfen, Lasten loszulassen. 
Sie können uns wieder in Kontakt mit unserem Körper bringen, mit unserem inneren Erleben, mit dem, was wesentlich ist. 
Manchmal halten sie uns, wenn alles ins Wanken gerät.
Manchmal feiern sie das Leben in all seinen Facetten.
Manchmal sind sie eine Initation. 

Rituale zeigen sich in vielen unterschiedlichen Formen - so vielfältig wie die Menschen und ihre Anliegen.
Einer der Zugänge, mit denen ich arbeite, hat seinen Ursprung in einem Initiationsritus der Lakota Sioux: eine intensive, mehrere Stunden dauernde Arbeit mit der Mandibula, dem Unterkiefer.
In diesem Verständnis wird die Mandibula als jener Ort gesehen, an dem sich Anteile einer alten, unreifen Identität halten können. Die behutsame, aber intensive Arbeit mit diesem Knochen und den zugehörigen Stukturen dient als Vorbereitung für etwas Neues, das entstehen will.

Je nach Anliegen und Intention können im Ritual auch andere Körperbereiche in den Mittelpunkt rücken.
Unterschiedliche Zugänge der Körperarbeit unterstützen diesen Prozess.

Ich habe dieses Mandibula-Ritual erstmals als Abschluss meiner Ausbildung in der Visionären Craniosacralen Arbeit® erfahren. Es hat mich tief bewegt und nachhaltig berührt.

Die Bedeutung der Mandibula über die Anatomie hinaus…
Über ihre anatomische Funktion hinaus steht die Mandibula in engem Zusammenhang mit Ausdruck und Aufnahme.
Sie ist dem Kehl Chakra (Vishuddha) zugeordnet - dem Zentrum von Stimme, Wahrheit und Selbstäußerung.

Wie gehen wir durchs Leben?
Müssen wir uns ständig „durchbeißen“?
Was halten wir zurück, was bleibt unausgesprochen?
Wo trägt der Körper Spannungen, die nie weichen durften – nachts im Zähneknirschen, tagsüber im Nacken, im Kiefer, im Becken?

Die Mandibula berührt Themen wie Ausdruck, Kreativität, Sprache, Gesang – und ebenso Aggression, Durchsetzung, Sexualität, Sinnlichkeit und das Zurückhalten von Emotionen. Oft jener Gefühle, die uns verletzlich machen würden – gegenüber anderen und uns selbst.

Vorbereitung und dein Ritual
Ein Ritual ist eine sehr persönliche und intime Erfahrung.
Mir ist es wichtig, dass wir uns dafür in Vertrauen und Offenheit begegnen können.
Daher setze ich als Vorbereitung mindestens drei Sitzungen bei mir voraus.
Sie ermöglichen ein gegenseitiges Kennenlernen und geben dir Raum, meine Art zu arbeiten zu erfahren.
Der Fokus kann dabei bereits auf der Intention für dein Ritual liegen.

Das eigentliche Ritual begleite ich über etwa fünf Stunden, wobei zwei bis drei Stunden dem aktiven Teil der Körperarbeit gewidmet sind.
Integration ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Arbeit und braucht Zeit.

Die Zeitangaben verstehen sich als Rahmen.
Idealerweise hast du an diesem Tag keine weiteren Verpflichtungen und kannst dich ganz dem Prozess und seinem Nachwirken widmen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Ritual lange nachschwingen kann -
und dass seine Bedeutung sich oft erst mit etwas zeitlichem Abstand zeigt.
Daher biete ich dir an, ein bis zwei Monate später noch einmal telefonisch in Kontakt zu gehen.

Auch eine weitere Sitzung zur Integration durch Körperarbeit ist möglich.

Wenn du dich von dieser Form der tiefen Körper- und Prozessarbeit angesprochen fühlst, melde dich gerne bei mir.
Selbst wenn du dir noch unsicher bist, ob sie für dein Anliegen stimmig ist.

Je konkreter deine Intention, desto individueller kann das Ritual deinen Bedürfnissen angepasst werden.